Interview mit Planbar365

Das Wachstum des Gartenbauunternehmens von David Zimmermann und Johannes Telaar regte die beiden jungen Unternehmer und Gründer an, die Grenzen der bisher möglichen Projektplanung mit einer eigenen Lösung zu sprengen. Ihnen fehlte eine übersichtliche Darstellung von Ressourcen und Terminen, die das Projektmanagement vereinfachen und beschleunigen sollte. Mit Martin Steib konnten die Pläne von Johannes und David, die Termin- und Ressourcenplanung cloudbasiert und übersichtlich zu lösen, in die Tat umgesetzt werden. Das Ergebnis ist die Software planbar365 – ein intuitives Tool zur Auftragsplanung, Personalplanung sowie zur Projekt- und Kapazitätsplanung, mit dem die wichtigsten Anforderungen für Handwerksbetriebe abgedeckt sind.

 

Was ist planbar365?

Martin: Es ist ein Hilfsmittel zur Digitalisierung für Handwerksbetriebe und stellt eine Plantafel dar, die einer klassischen Magnettafel entspricht und dem Betrieb hilft, die gewohnten Abläufe besser zu organisieren, damit Zeit und Kosten gespart werden können.

 

Wie entstand das Gründer­team?

Johannes: Das Team entstand aus zwei Gärtnern – mir und David. Nun konnten wir als Gärtner zwar gute Ideen haben, die Umsetzung dieser Ideen bedurfte aber der Expertise von einem Profi. Und hier kam unser Freund Martin ins Spiel. Wir baten ihn um Hilfe, da seine Welt die der Programmierung ist. Diese Idee haben wir dann im Winter 2017 ausgearbeitet und sind in die Umsetzung gestartet.

           

 

Welche Intention steckt hinter der Gründung von planbar365?

Johannes: Unsere Absicht von planbar365 ist, dass wir die Baustelle enger mit dem Büro verknüpfen wollen, und zwar so, dass der Datenaustausch in Echtzeit vom Büro zur Baustelle und andersherum stattfinden kann. Durch unsere cloudbasierte Lösung können alle an einem Projekt Mitwirkenden sämtliche Informationen jederzeit abrufen, und das immer vom aktuellen Stand.

David: Kurz und Knapp zusammengefasst: die Digitali­sierung einer Branche, welche erhebliches Potenzial bietet, noch digitaler zu werden.

 

Welche Eigenschaften bringt jeder der Gründer mit?

Martin: Johannes ist ein PERFEKTIONIST 

David: Das stimmt! Johannes ist sehr detailverliebt und macht uns häufig auf Kleinigkeiten aufmerksam. Das ist aber auch richtig wichtig, denn so werden auch die kleinen Fehler schnell erkannt und ausgemerzt. Martin schafft es, unsere Wünsche in die digitale Welt umzusetzen, sozusagen unser „digital transletter“. Er ist für uns der perfekte Dolmetscher zwischen dem Handwerk und der IT-Welt.

Martin: David ist sehr geradlinig unterwegs und ein kleiner Workaholic. Ab und an verwechselt er das Denken mit dem Sprechen, das ist immer sehr unterhaltsam.

Johannes: David ist ein Macher! Er steckt voller Tatendrang und treibt uns voran. Gemeinsam geben wir ein starkes Team ab, das durch unsere weiteren wertvollen Mitarbeiter perfekt ergänzt wird. So sind wir in allen Bereichen, die wir als junges Start-up abdecken müssen, optimal aufgestellt.

 

Was hebt euch von den Mitbewerbern ab?

Martin: Wir stehen stets im engen Austausch mit unseren Kunden. Durch das gewonnene Feedback können wir die inspirierenden Ideen validieren und gegebenenfalls auch schnell umsetzen. So können wir unsere Lösung dahingehend weiterentwickeln, wie es die letztendlichen Benutzer vorgeben.

Johannes: Durch unsere noch kurzen Entscheidungswege und die dadurch gewonnene Flexibilität können wir schnell reagieren. Wir konnten beispielsweise kürzlich noch ein Update von planbar365 feiern – ein weiteres zeitsparendes Feature, das die Zeiterfassung beinhaltet. Darüber hinaus ist auch die Implementierung der Schnittstelle zu Datev aufgrund des Feedbacks unserer Kunden umgesetzt worden.

 

Vor welchen Herausforderungen steht ein Start-up in der heutigen Zeit?

Johannes: Auch bei uns macht sich die allgemeine Situation durch das Corona-Virus natürlich bemerkbar. Lehrgänge und Vorträge und alle anderen Präsenzveranstaltungen fallen aus, an denen wir unser Netzwerk ausbauen und den Menschen planbar365 näherbringen könnten.

David: Leider ist die Digitalisierung meiner Meinung nach zu einem Unwort geworden. Wir geben uns deshalb noch mehr Mühe, um zu zeigen, wie einfach unsere Lösung einsetzbar ist. Und das mit vollem Einsatz! Denn wir sind überzeugt, dass wir den perfekten Problemlöser für den Handwerker entwickelt haben.

 

Was treibt euch an?

Johannes: Zu sehen, wie Betriebe ihren Arbeitsalltag verändern und sich mit planbar365 befassen. Wie Strukturen aufgebaut werden, für die wir die Grundlage  geschaffen haben. 

David: Mich treibt es an mitzubekommen, wie sich unsere Kunden mit planbar365 weiterentwickeln, und dass sie mit unserer Lösung wachsen können. Natürlich sind auch die vielen dankbaren Rückmeldungen unserer Nutzer eine große Motivation.

 

Wo sieht sich planbar365 in einem Jahr und wo in fünf Jahren?

Martin: In einem Jahr möchten wir bundesweit so vertreten sein, dass wir in der Handwerkerbranche bekannt sind. In Europa bekannt zu werden, ist das Fünf-Jahres-Ziel. Bestenfalls natürlich multilingual. 

 

Könnt Ihr eine besondere Erfahrung mit planbar365 nennen?

Martin: Unser erster Pitch! Da standen wir gestriegelt wie die Pinguine vor einem Riesen-Publikum im März 2018 in Münster. Unsere Mitstreiter kamen in Sneakern und Hoodie.

David: Auf dieser Messe haben wir auch einen großen Anklang gefunden. Wir saßen auch noch lange nach der Messe zusammen und mussten Nachschub an Getränken organisieren. 

Johannes: Unter anderem auf der IPM im Januar 2020 haben wir tolles Feedback und große Bestätigung erhalten. Das motiviert unheimlich. Auch wenn wir einer besonderen und vor allem ungewissen Zeit entgegensehen, freue ich mich, unsere Mission der Digitalisierung des Handwerks voranzutreiben und unsere Lösung stets im Sinne unserer Anwender weiterzuentwickeln.